der kulinarische Zungenkuss …

Von Zunge zu Zunge …

Tiere bestehen nicht nur aus Schnitzel und Filet. Auch Teile der Tiere, abseits der bekannten Innereien, lassen sich auf geschmackvolle Weise zubereiten. Tötet man ein Tier um es zu essen sollte man ihm den letzten Respekt erweisen und es komplett verarbeiten.

Es ist immer interessant zu hören „Ich esse nichts was andere schon im Mund hatten“. Umso mehr freut es mich wenn diese Menschen genüsslich Ihr Frühstücksei verspeisen. Ich frage mich dann immer ob sie nicht wissen wo das denn her kommt!

Ich möchte hier im Folgenden der Zunge ihre verdiente Anerkennung zukommen lassen. Dieser Teil des Tieres egal ob Ente, Rind oder Schwein ist eine weit unterschätzte Zutat in der kulinarischen Anerkennung des toten Tieres.

Die Zunge besteht vorwiegend aus Muskelfleisch und hat einen typischen aber feinen und milden Geschmack. Schweinezungen finden oft Anwendung in Zungenwurst. Die Vorbereitungen sind zwar etwas Aufwendig aber der Aufwand ergibt ein wohlschmeckendes Gericht am Teller und sorgt für Abwechslung am Gaumen. Das Mundgefühl ist sehr angenehm auch wenn man es beim Anblick des Rohproduktes nicht vermuten mag.

Früher, als auf den Höfen noch die eigenen Tiere verarbeitet wurden war Zunge meist Zutat in Geschnetzelten wie „Kotzengschroa“ (https://foodmitei.com/katzengschroa/) oder sie wurde geräuchert und fein geschnitten zur Jause serviert. Heute ist sie nahezu von den Speisekarten verschwunden. Nur mehr wenige Lokale verwenden sie um Gerichte zu schaffen. Es würde mich persönlich freuen wenn die Zunge wieder mehr Anerkennung erfahren würde.

Ein Zungenkuss ist eine Form der Anerkennung in der menschlichen Beziehung. Man zeigt damit Liebe. Schenken wir auch der tierischen Zunge Anerkennung und vollziehen den kulinarischen Zungenkuss. Ehrst du das Tier so schmeckt es dir!

Mahlzeit!

Jetzt genug der Schwärmerei und der Theorie. Folgend nun das Rezept. Ich wünsche viel Erfolg beim Kochen.

Hat es geschmeckt? Gibt es Anregungen? Für Mitteilungen steht am Ende die Kommentarfunktion zur Verfügung!

Schweinezunge in Schoko-Rotwein Sauce

der kulinarische Zungenkuss
Vorbereitung3 Stdn.
Zubereitung25 Min.
Gesamt3 Stdn. 25 Min.
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: internationale Küche
Portionen: 1
Autor: Manuel

Ausrüstung | Zubehör

  • Suppentopf
  • Bratpfanne
  • Sieb zum Passieren

Zutaten

  • 1 Stk. Schweinezunge vorgereinigt
  • 1 Bnd Suppengemüse
  • 1/4 L Rotwein
  • 1/2 Becher Crème fraîche
  • 1 Stk. Knoblauchzehe
  • 1 Stk. kleine Zwiebel
  • 2 g Kochschokolade
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1/2 TL Pfefferkörner
  • 1 TL Senfkörner
  • 1 TL Fenchelsamen
  • 1/2 Stk. orange Paprika
  • 1 EL Kapern
  • 3 Stk. Lorbeerblätter
  • 5 Stk. Wacholderbeeren
  • 1 EL Butter

Zubereitung

  • Wasser im Suppentopf aufsetzen und darin die Zunge mit Lorbeerblättern, Wacholderbeeren und den Pfefferkörnern ca. 2,5 Stunden köcheln lassen. Den entstehenden Schaum immer wieder abschöpfen.
  • Danach das Suppengemüse beigeben und weich köcheln. Sollte die Zunge in der Zwischenzeit noch nicht weich genug sein das Gemüse wieder aus der Suppe nehmen und beiseite legen.
  • Die Zunge nach dem Kochen mit kaltem Wasser abschrecken und die Haut mit den Knospen entfernen.
  • Die Zunge in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und für die Weiterverarbeitung beiseite legen.
  • in einer Pfanne die Butter schmelzen und die geschnittenen Zwiebel, den Knoblauch, die Fenchelsamen und die Senfkörner rösten.
  • mit Rotwein ablöschen
  • etwas von der Suppe beifügen. (ca. 1 Kelle)
  • etwas Suppengemüse beigeben und die Zungenstücke hinzufügen.
  • ca. 10 Minuten köcheln lassen.
  • die Zungenstücke herausnehmen und die Sauce durch ein Sieb passieren. Danach diese in der Pfanne mit Crème fraîche binden und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • die Kochschokolade fein hacken und in die Sauce einrühren.
  • die Zungenstücke auf dem Teller anrichten, die Sauce beigeben und das Ganze mit den Kapern, der gehackten Paprika und etwas Suppengemüse garnieren.

Anmerkung

Als Beilage eignen sich Kartoffelpüree oder Kroketten.
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Mehr Rezepte gibt es unter:
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