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Der Dunkelwald in weiter Ferne, düster! …

Ich gehe hinten raus! Will nachsehen ob mit der Scheune alles in Ordnung ist, der Zaun Aufmerksam benötigt und ob Gestrüpp geschnitten werden muss. Schließlich will man ein gepflegtes Paradies. Ich bemerke das der Vorbesitzer nicht wirklich seine Aufmerksamkeit auf die nötigen Arbeiten gelegt hat. Was mich allerdings wundert! Alle Grundstücke sehe hier so aus. Hinten immer ein Stück Wildnis. Verwuchert und ungepflegt.

Ich beginne also das Gestrüpp auszudünnen um an die Bäume zu kommen. Die müssen ja auch gestutzt werden. Plötzlich eine Stimme die mich leise von hinten anspricht und flüstert: „Mein Junge, was machst du da?“ Ich drehe mich um und starre in die fragenden Augen eines älteren Herren! Er sieht nett aus! Ich antworte freundlich: „Ich versuche das Unkraut und das Gestrüpp auszudünnen und die Böschung etwas zu pflegen und zu gestalten.

Dunkelwald

Nein, mein Junge das wirst du nicht. Das darfst du nicht. Du legst sofort dein Werkzeug nieder. Ich sehe ihn an und entgegne mit bestimmter Stimme: „Ich mache was mir passt mein Herr, das ist mein Paradies, hier wohne ich.“ Der Blick des Alten wird strenger. „Wenn du so weiter machst wohnst du hier nicht mehr lange! Du musst Regeln befolgen und dich anpassen!

Der Mann ist mir etwas ungeheuer und ich mag ihn nicht. Er scheint es zu bemerken, schüttelt den Kopf und sagt: „Komm her mein Junge ich erkläre es dir, du scheinst nicht zu wissen was du tust.“

Fläche schützt, Fläche macht sichtbar …

Er zeigt mit dem Finger auf den entfernt liegenden Wald und sagt: „siehst du das? Den Wald? Mein Sohn das ist die Heimat der Holzmichl, das ist ihr Reich. Wir haben schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht. Du hast es sicher gehört. Zumindest einiges davon. Du siehst auch das Feld vorher? Das Feld reicht vom Wald bis zur Straße da unten! „Ja das sehe ich!“ entgegne ich ruhig und entspannt.

Diese Fläche haben wir geschaffen. Wir werden des Öfteren von den Wesen heimgesucht. Leute verschwinden, Pferde sind nicht mehr auffindbar und Gebäude werden beschädigt. „Ok, das kann ich verstehen, aber was hat das mit meinem Gestrüpp und den Bäumen zu tun?“, will ich von ihm wissen.
Dieses Gestrüpp dienst als Alarmanlage. Die Wesen schaffen es gelegentlich bis zum Ort vorzudringen. Wenn sie allerdings versuchen einzudringen so erkennen wir das an den Bewegungen der Bäume und dem Rascheln des Gestrüpps. Die Betroffenen können sich in Sicherheit bringen. Es sind hier auch Pflanzen, die Birken zum Beispiel, die die Wesen abschrecken. Sie atmen schwer und werden langsamer wenn sie mit der Rinde oder den Blüten in Berührung kommen.

Das Gestrüpp bleibt …

Ich höre dem alten Mann aufmerksam zu, er erzählt weiter und weiter und mein Werkzeug sinkt zu Boden. „Das Gestrüpp bleibt wie es ist.“, stimme ich zu und entschuldige mich für mein Unwissen. Der alte Mann sieht mich an und sagt mit leiser Stimme: „Ich werde dir alles erzählen, dich einführen in die Bräuche, Sitten und Aufgaben. Du bist nun einer von uns und jeder ist für jeden verantwortlich. Treffen wir uns baldigst mal bei mir im Wachhaus. Ich werde dir noch sagen wo du das finden kannst. Jetzt mach mal Feierabend und denke nach was du bis jetzt gelernt hast. Merke dir alles und vergesse nichts, es kann dich das Leben kosten!“

Ich kann es nicht glauben …

Der Alte geht seines Weges. Ich stehe etwas verunsichert da und sehe Richtung Wald. Sehe auf die freie Fläche, die Felder, die Straße und ich frage mich: „Kann das alles war sein? Wohin hat es mich verschlagen, kann ich meiner Familie das alles zumuten?“ Ich habe keine Ahnung, es bleibt abzuwarten was noch alles kommt. Bis dato scheinen mir die Leute nett aber sehr verrückt zu sein. Ich werde mehr erfahren da bin ich mir sicher, doch trotzdem:

ICH KANN ES NICHT GLAUBEN …

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