Es begann mit einer Anfrage bei Kevin Kern

Man interessiert sich für Fotografie und den Geschehnissen in der Küche, alte Rezepte und Omas Schmankerln. So kommt es das man sich in den sozialen Medien mit interessanten Leuten mit diversen Fähigkeiten umgibt. So war es auch bei Kevin Kern. Er tauchte immer wieder mit genialen und ungewöhnlichen Rezepten auf.  Je mehr ich von ihm las desto größer wurde das Verlangen Kevin Kern persönlich kennen zu lernen und ein Projekt mit ihm zu starten. Ich fasste meinen ganzen Mut zusammen und schrieb eine Email. Gleichzeitig schuf ich Cook & Shoot.

Es dauerte nicht lange und es kam die Antwort in derer kurz und knapp Interesse an dem Vorhaben bekundet wurde. Danach nahm alles seinen Lauf.

Der Tag war gekommen

Wir vereinbarten einen Termin und ich fuhr also mit meiner Ausrüstung zu ihm.
Zehn Gerichte standen am Programm, wir hatten ja den ganzen Tag eingeplant und reichlich Zeit. Sollte sich ausgehen. Wer nun denkt es was purer Stress, da muss ich sagen, weit gefehlt, es war vollkommen entspannt in einer sehr netten Atmosphäre.

Wir besprachen ca. den Stil der Bilder. Genau konnten wir uns nicht einigen wie die Gerichte jetzt besser in Szene gesetzt werden können. Wir bauten kurzer Hand zwei Setups auf. Es war gut so denn es stellte sich im Laufe des Tages heraus das ein Gericht besser auf diese Art und Weise aussieht und das andere Gericht wiederum auf dem anderen Setup besser wirkt.

Arbeit und Essen gehen einher

Wenn man die ganze Zeit mit herrlichen Düften konfrontiert wird und die fertigen Gerichte nett angerichtet am Setup sieht bekommt man relativ schnell Gusto und Sehnsucht auch den Geschmack zu erkunden. Es kam also das von einem oder anderen Gericht (ich war gierig und habe alle probiert) genascht wurde. Immer wieder ein kleiner Happen da, ein Größerer dort. Manchmal die ganze Portion. Es war herrlich.

mit dem habe ich nicht gerechnet

Bei der Besprechung des Termins und Auswahl der Gerichte schwärmte ich von einem Ereignis meiner Großeltern. Wenn damals ein Schwein geschlachtet wurde gab es immer frische gekochte Schwarte mit Salz, Essig und Brot. Man sagte damals es sind die Gummibärchen der armen Leute. Ich mochte sie. Kevin sagte „das können wir machen, ich lasse mir etwas einfallen, lass dich überraschen.“ Vor Ort, es war ca. das zweite oder dritte Gericht in Vorbereitung, zeigte er mir eine braune undefinierbare Masse. Er ließ mich kosten. Naja was soll ich sagen. Ich begann innerlich leicht an seiner Kompetenz zu zweifeln. Die Konsistenz nicht zu beschreiben und der Geschmack neutral. Sehr neutral. Er hat es mir sicher angesehen und sagte nur völlig entspannt „Warte ab“ drehte sich weg und begann mit der Zubereitung des geheimnisvollen Gerichtes.

Ich musste natürlich probieren. Vorsichtig, ganz vorsichtig und gespannt kostete ich. Meine Augen wurden groß denn im Mund kam es zu einer Explosion von Aromen. Die verschiedenen Konsistenzen schmeichelten meinem Mund. Es was Liebe auf den ersten Biss. Auch die undefinierbare Creme war ein Erlebnis. Er hat mir vorher nämlich  nicht verraten das die Creme noch nicht fertig ist.

Schwarzbrotcreme, gekochte Schwartenwürfel, Schwartenpopcorn und Passionsfrucht. Ein Gedicht.

Nicht nur diese Speise war ungewöhnlich. Auch viele andere waren Kombinationen aus Aromen und Konsistenzen die nur ein Meister seines Faches entwickeln kann. Die Zweifel an der Kompetenz (nach der komischen braunen Paste) waren weggefegt.
Es war mir aber vom Anfang an klar das hier #profis@work am Arbeiten und Erschaffen sind.

Cook & Shoot war geboren. Weitere Projekte dieser Art folgen mit Sicherheit.

Danke an alle beteiligten und Mitwirkenden.

Alles Liebe und immer gutes Essen wünscht

Manuel Graf
von Foodmitei.com

 

 

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