Grenadiermarsch, „habt acht“, Oma befiehlt …

geeignet für Resteverwertung …

Ein Gericht der österreichischen und ungarischen Küche aus Kartoffeln, Fleckerln bzw. Nudeln, Zwiebeln und meist auch Speck bzw. Wurststücken.

Der Grenadiermarsch …

Eigenartiger Name für ein Gericht finde ich. Woher kommt er?
Es ist ein Gericht der österreichischen und ungarischen Küche aus Kartoffeln, Fleckerln bzw. Nudeln, Zwiebeln und meist auch Speck bzw. Wurststücken. Oft werden auch Reste von gebratenem Fleisch und Knödeln bei der Zubereitung verwendet.

Der Grenadiermarsch wird in Österreich auf unterschiedliche Weise zubereitet. Er ist allgemein eine Hauptspeise, wobei je nach Wahl Speck, Wurst- oder Fleischstücke verwendet werden. Bei der ungarischen und burgenländischen Variante werden gehackte Zwiebeln mit Kartoffeln angeröstet, mit Paprikapulver angestäubt und gegart. Die zuvor in Salzwasser gekochten Nudeln werden daruntergemischt. Typische Beilagen sind gebratene Würstchen, Speck und Spiegeleier.

Die Gewürze …

Wir verwenden in unserer Variante nur Salz, Pfeffer und Paprikapulver. Einfach gehalten schmeckt er uns am Besten. Es wird aber oft auch mit Thymian, Petersilie, Majoran und/oder Schnittlauch verfeinert. Da es wie bereits gesagt verschiedene Varianten der Zubereitung gibt steht einer Abwandlung und Experimenten nichts im Wege. Alles ist richtig, nichts ist falsch.

Ich, der Grenadier und Omas Befehle!

Oma war eine sehr liebenswerte und höfliche Frau! Aber, wehe sie war im Stress und hatte sich zu viel vorgenommen, da kam er durch der General, der Befehlshaber der Familie. Der Ton änderte sich schlagartig von höflich und nett in ein militärisch diktiertes Wortgefolge. Opa stand parat, erledigte alles Aufgetragene, begann manchmal zu schwitzen. Man sah Oma an wie sie langsam wieder runter kam, die Emotionen sich beruhigten und der Stress aus ihrem Körper wich. Alles war wieder gut.

Dann war er fertig! Der Grenadiermarsch. Kein gutes und beliebtes Essen für einen kleinen Jungen der keine Kartoffeln mag, Nudeln nur mit Bolognese liebt und die Wurst hasst. Der Teller steht also vor mir. Oma sichtlich erleichtert von der Arbeit sieht mich an. Ich kann meine Abneigung nicht verbergen. Oma versucht mir das Gericht schön zu reden. Es nutzt nichts. Ich denke „Der Hunger treibt es schon rein“ und beginne zu essen. Ich schlucke und schlucke, dennoch plagt mich das Gefühl einen Frosch im Hals zu haben.

Opa bemerkt es natürlich auch und sagt in seiner direkten und trockenen Art: „Friss Hund, morgen gehen wir jagen!“ Das erweckte ein Schmunzeln in mir.
Da sich meine Abneigung als Kind nicht wirklich veränderte war Oma gnädig und verzichtete auf die Zubereitung vom Grenadiermarsch wenn das Enkerl anwesend war. Heute denke ich oft daran und meine Einstellung hat sich auch geändert. Ich mag dieses Gericht. Oma hätte ihre Freude!

Mahlzeit!

Jetzt genug der Schwärmerei und der Theorie. Folgend nun das Rezept. Ich wünsche viel Erfolg beim Kochen.

Hat es geschmeckt? Gibt es Anregungen? Für Mitteilungen steht am Ende die Kommentarfunktion zur Verfügung!

Grenadiermarsch

ein Gericht der österreichischen und ungarischen Küche mit verschiedenen Zubereitsungsvarianten. Ideal zur Resteverwertung.
Vorbereitung10 Min.
Zubereitung20 Min.
Gesamt30 Min.
Gericht: Hauptgericht
Land & Region: internationale Küche
Portionen: 4 Personen
Autor: Manuel

Zutaten

  • 300 g Fleckerl oder Nudeln
  • 1 Stk. große Zwiebel
  • 2 Stk. Knoblauchzehe
  • 150 g Wurst Dürre oder Braunschweiger
  • 300 g Kartoffel
  • 3 EL Öl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Prise Paprikapulver

Zubereitung

  • Kartoffel und Nudeln (Fleckerl) kochen
  • Zwiebel, Knoblauch, Wurst würfelig schneiden
  • Kartoffel schälen und klein schneiden
  • Die Zwiebel in einer Pfanne mit Öl anschwitzen
  • Die Wurst hinzugeben und ebenfalls anbraten
  • den Knoblauch hinzufügen und etwas salzen und pfeffern
  • Die geschnittenen Kartoffeln hinzugeben und anbraten
  • Die Nudeln abseihen und ebenfalls unterheben.
  • mit Salz und Pfeffer nachwürzen (je nach Belieben) und vorsichtig mit Paprikapulver abschmecken. (Zu viel Paprikapulver macht es bitter)

Anmerkung

Als Beilage empfehlen wir grünen marinierten Blattsalat.
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